Am 28. Mai 2026 debattierte der Lüner Stadtrat über neue Verkehrszählungen rund um die geplante Rossmann-Ansiedlung auf der ehemaligen Steag-Fläche. Die Kernfrage war dabei: Gefährden neue Gutachten das laufende Bebauungsplanverfahren – oder sind aktuelle Verkehrsdaten unverzichtbar? Mit ihrem Änderungsantrag suchte die AfD-Fraktion durch Ratsherrn Lars Vietze genau diesen Mittelweg: Das Vorhaben sollte nicht gefährdet werden – und dennoch sollten die berechtigten Sorgen der Bürger über das künftige Verkehrsaufkommen in der Abwägung ihren Platz finden. Der Kompromissvorschlag lautete, die Verkehrszählung nicht sofort, sondern erst nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens durchzuführen. Nach einer langen Geschäftsordnungsdebatte kam es zu einer zweiten Abstimmung – mit einem historischen Ergebnis: 21 Ratsmitglieder stimmten für den AfD-Antrag, 13 mehr als die Fraktion selbst Sitze im Rat hat. Damit fand erstmals ein AfD-Antrag zu einem so prominenten kommunalpolitischen Thema eine überparteiliche Mehrheit in Lünen. Lediglich acht Mitglieder stimmten dagegen, 16 enthielten sich – ein klares Signal des politischen Zentrums. Die AfD-Fraktion Lünen begrüßt dieses Zeichen interfraktioneller Zusammenarbeit ausdrücklich und sieht es als Bestätigung konstruktiver Kommunalpolitik. Die Demokratie im Lüner Stadtrat funktioniert – denn am Ende zählen Argumente, nicht Etiketten.
Auch die Ruhrnachrichten berichteten bereits ausführlich zu diesem Thema:
https://www.ruhrnachrichten.de/luenen/steag-flaeche-luenen-afd-antrag-rossmann-ansiedlung-verkehrszaehlung-debatte-w1200152-2002084547/
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